27.3. - 7:00 - Zwitschern

Im Morgentext einer Freundin habe ich gerade gelesen: „Ich hab vor ein paar Minuten gemerkt, wie die Vögel mir geholfen haben. Ich hab sie durch die Ohren eingeatmet.“ Das Zwitschern einatmen, das gefällt mir. Ich mache mit und mache gleich weiter mit Corona-UnSinn-Aktivitäten: Ich esse jetzt einen Happen Luft. Dann lehne ich mich an einen Sonnenstrahl. Ich lausche dem Duft aus meiner Kaffeetasse, schreibe mir eine Liste aus Stille, spaziere einmal um den Himmel, um meine Liebe Gassi zu führen, kaufe am Weg ein bisschen Blau. Ich drehe den Schlüssel, das Lächeln springt auf, ich trete ein und ziehe die Restsorgen aus. 

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Kommentare: 6
  • #1

    sybille (Freitag, 27 März 2020 08:57)

    genial :-)

  • #2

    Christian H (Freitag, 27 März 2020 09:45)

    ein schöner Gedanke!
    Mir geht es ähnlich. Stehe meist gegen 6.15h auf, geh nach draußen, schaue wie das Wetter ist und hole die Zeitung rein. Auf den Weg zum Briefkasten höre ich tgl. den morgendlichen Ruf der Amsel. Ich grüße zurück und freue mich. Die Stunde bis 7.15h gehört dann ganz allein mir, bei einer Tasse grünen Tee, etc. Meist Geist läuft gleich nach dem Aufstehen schon auf Hochtouren. Viele Gedanken und auch Abschweifungen...es ist wie wenn man einen Lichtschalter an macht. Dennoch hat diese Stunde am Morgen für mich eine besondere Qualität und oft schaffe ich es, den Tag mit genügend Ruhe und Achtsamkeit und auch Meditation zu beginnen. Es ist schon eine besondere Freiheit, die ich genieße.

  • #3

    Monique (Freitag, 27 März 2020 10:17)

    Oh wie das passt - ich habe gerade das Fenster des Home-Office-Zimmers (HOZ) geöffnet und Vögel begrüßen mich lautstark - denen scheint die Coronakrise komplett egal zu sein...
    Ich bin heute nach kurzer Nacht um 5.55 h aufgestanden, um 1 Stunde im stillen Gebet zu verbringen - wie tat das gut! Keine Ablenkung, keine Störung, nur die Gewissheit, dass Gott da ist! Ich bin in die innerste Kammer meines Herzen runtergegangen, um raufzuräumen, was da alles drin war - so viele Anliegen, so viele Menschen, ...
    Nach und nach kehrte draußen der Farben Fülle zurück und die Sonne ging orangerot auf - neuer Tag, neue Chance, neuer Anfang

  • #4

    Judith Manok-Grundler (Freitag, 27 März 2020 10:37)

    Das ist so schön, Danke Ihnen, Barbara.
    Und ich lausche dem neuen Gelb, das wir gerade anmischen, um den ersten Anstrich für die "gefleckte" Wohnzimmerwand zu machen.
    Herzlich
    Judith

  • #5

    Renate (Samstag, 28 März 2020 20:02)

    Eine wunderschöne Idee - ein wunderschöner Text !!

  • #6

    Bernadette (Samstag, 28 März 2020 22:40)

    Hat mich sehr berührt und beglückt...Danke dir!