28.3. - 21:00 - Mist

Ich weiß, man soll das Positive sehen. Und Corona könnte ein Segen sein. Und in der Bucht von Venedig schwimmen Delfine und viele von uns lernen gerade wieder, was wichtig ist und was nicht. Ich sage trotzdem – oder gerade deshalb: Corona ist Mist. Riesengroßer Mist.  Und zwar ein so großer Mist, dass ich in den nächsten Tagen, alles rein- und draufwerfen will, was ich loswerden möchte, für die Zeit nach der Müllabfuhr. Zum Beispiel: spontane Lustkäufe, ohne noch einmal nachzudenken. Unbedacht gekauftes Essen, das im Müll landet. Ausflüge, nur weil ich glaube, dass mir daheim die Decke auf den Kopf fallen könnte. Den Wunsch, es lieber alleine zu schaffen. Den Arbeitstunnel, der mich manchmal drei Tage nicht an meine Eltern denken lässt. Die Sätze „Ist doch egal“, „Einmal ist keinmal“, „Merkt doch keiner“. Ich hätte jetzt gerne Marie Kondo bei mir. Sie würde mir sicher noch vieles zeigen, was ich für immer entsorgen kann. 

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