28.3. - 22:00 - Veränderung

Heute hatte ich einen Gedanken, nein: eigentlich ein Gefühl, das mich völlig überrumpelt hat. Es hat mich am Nachmittag erwischt, als ich gerade mit Erika durch den Wald gestiefelt bin. „Haben wir noch ganz viel Zeit, Mami?“, hat sie gefragt. Und ich habe mit ganzer Überzeugung „Ja“ gesagt. Da war er, der Stich: Wäre es nicht wunderschön, immer so viel Zeit mit Erika zu haben? Will ich eigentlich wirklich zurück in mein Leben, das mich berufstätig sein lässt und die Zeit mit meinem Kind immer wieder beschränkt? Ich nicke gern, wenn gesagt wird, dass sich „nachher“ vieles zum Guten ändern wird. Aber werde ich meinem wachsenden Ruf nach Veränderung, nach Entschleunigung, nach mehr Zuhausezeit, nach Muße und Verzicht gewachsen sein? Werde ich konsequent befolgen, was dafür nötig ist, wenn es mir kein Politiker vorschreibt, sondern nur ich selbst die bin, die im "Danach" die Regeln definiert?

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Kommentare: 1
  • #1

    B (Sonntag, 29 März 2020 10:19)

    Liebe Barbara!
    Ich lese ihre Gedanken so gerne! Es sind im Prinzip die gleichen Fragen und Überlegungen, die mich auch beschäftigen, manchmal sogar quälen!
    Sie formulieren es schöner, als ich es könnte, so wird es aber für mich besser verständlich und dadurch wieder leichter/ weniger quälend!
    DANKE♥️
    B