29.3. - 14:40 - Hoffnung

Am Ende des gestrigen Interviews (das ich übrigens, weil jemand gefragt hat, nicht persönlich vor Ort, sondern am Telefon geführt habe) hat mir die Redakteurin einen Bilderwitz bzw. Cartoon erzählt, an den sie immer wieder denkt. Ein Mann geht um eine Hausecke, dahinter wartet ein Bösewicht mit einem Knüppel. Der Mann wir niedergeschlagen. Er steht auf, putzt sich ab, geht weiter und sagt: „So, das wäre geschafft.“ Der Cartoon geht noch weiter, denn derselbe Vorgang wiederholt sich am Dienstag, am Mittwoch, am Donnerstag ... Etwas in diesen Tagen ähnelt dem zitierten Bilderwitz. Jeden Tag muss ich erkennen, dass irgendetwas, worauf ich gehofft habe, sich nicht erfüllen wird. Kindergarten trotz Ausnahmezustand. Mitnehmen der Eltern ins Ferienhaus. Schönes Wetter ab Samstag. Kindergarten nach Ostern (ich hoffe noch immer). Seminar im Mai? Jeden Tag Hoffnungsbegräbnis. Jeden Tag ein wenig Trauer. Das Trauern macht mich müde. Soll ich aufhören zu hoffen? Kann ich das überhaupt? 

 

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