31.3. - 14:20 - Immunsystem

Gestern Abend habe ich mit einem befreundeten Paar gezoomt (das ist so ähnlich wie Skype, ach, hätte ich doch vor ein paar Wochen Aktien dieser beiden Firma gekauft!). Natürlich haben wir über Corona gesprochen. Und über die Welt danach spekuliert. Mein Freund hat erzählt, dass die Menschen in China inzwischen wieder „normal“ leben dürfen. Oder: dürften. Die Chinesen haben sich so an die Distanz gewöhnt, dass sie sie beibehalten. Nach Corona bleibt die Angst vor dem Mitmenschen als potenziellem Feind, ja: als potenziellem Mörder. So empfindet man es in China. Diese Information hat mich erschreckt. Wird das auch mir so gehen? Ich habe nachgedacht. Schon vor Corona war jeder Mitmensch (theoretisch!) eine mögliche Gefahr für mich. Denn jeder kann, theoretisch, Dinge sagen, die mich schwer verletzen. Jeder kann mich kränken. Jeder kann mir einen Stoß versetzen, mit dem ich hart, über Wochen zu kämpfen habe. Und das ist nicht nur Theorie, das passiert ja wirklich immer wieder. Meine Lösung heißt nicht „sichere Distanz“. Sondern innere Stärke. Mein seelisches Immunsystem ist die Bedingung, dass ich mich auf Menschen einlasse. Corona braucht nun mein körperliches Immunsystem. Ich will es stärken. Und mich vor niemandem fürchten, der theoretisch, eventuell ...

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