3.4. - 21:40 - Paradies

Die Stübchen-Frage kann ich nicht mit Moral lösen, mit der Selbstverordnung, das Positive zu sehen. Auf so etwas reagiert mein Hirn einfach nicht und auch das Herz zeigt mir die lange Nase. Echte Lösungen kommen bei mir meistens durch die Hintertür. Hier ein Ansatz, der mir vielversprechend scheint: Ich drehe den Spieß um und stelle mir vor, Gott hätte mir vier, sechs, acht Wochen Urlaub vom ganz normalen Leben geschenkt. Ich nenne die Co-Zeit jetzt einfach einmal „Paradies“. Und schaue, was zu dieser Beschreibung passt. Gar nicht wenig, stelle ich fest. Genug Schlaf, wenig Arbeit, ein Tausender vom Staat, viel Zeit für mein Kind ... Ja, da ist auch das Andere, ich übersehe es nicht. Aber wenn ich, nur zum Spiel „Covid“ als Abkürzung für „Cherubinischer Orgasmus von indifferenter Dauer“ betrachte, dann schimmert mein Leben plötzlich in anderen Farben. 

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