4.4. - 14:10 - Hängenlassen

Ich bleibe dran. Ich habe es mir vor Jahren zum Prinzip gemacht, keine leeren, rhetorischen Fragen zu stellen, sondern Fragezeichen ernst zu nehmen. Vor allem beim Schreiben. Also: Was könnte ich mir anbieten, um automatische Lebensmuster zu verändern? Idee Nummer eins: Bei Middendorf gibt es eine simple Übung, bei der man sich hängen lässt und sich langsam wieder aufrichtet. Das fühlt sich für die Wirbelsäule wie ein Neustart an. Mich hängenlassen, dass könnte doch schon mal ein Angebot sein. Und zwar im Sinne von: „Ich lasse dich hängen (aka im Regen stehen).“ Wenn ich wieder einmal glaube, etwas geht nur so und nicht anders, wenn ich mich verbohre, wenn ich mir siebzehn statt drei Agenden setze, wenn ich meine, keine Zeit für ein Telefonat mit meiner Freundin zu haben, dann lasse ich die, die das behauptet, einfach hängen. Drehe ihr eine lange Nase. Und mache, was sie mir verbieten will. Freunde anrufen, Sonne tanken, leicht und lustig sein. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0