4.4. - 21:30 - Gedankenmonde

Ein anstrengender Tag neigt sich dem Ende zu. Zum ersten Mal in diesen ganzen drei Wochen hatte ich heute ein Durcheinander im Kopf, das sich den ganzen Tag nicht auflösen ließ. Eigentlich neige ich nicht zu Grübeleien. Aber heute, da kreisten verlorene Gedankenmonde in mir, verzweifelt auf der Suche nach ihrem Planeten. Mein Hauptproblem lautet so: Ich weiß nicht, was mein Hauptproblem ist. Die Einsamkeit, die Rolle als Vollzeit-Mama, die logistischen Herausforderungen des stay-at-home, das alles habe ich inzwischen halbwegs im Griff. Ich werde immer besser in diesem Modus vivendi auf Zeit. Worin sich meine Gedanken verirren, ist der Versuch, mich dem Leben nach Corona zu stellen.

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Kommentare: 2
  • #1

    N (Sonntag, 05 April 2020 13:26)

    Die Freiheit...!?

    Die Freiheit nutzt sich ab, wenn Du sie nicht nutzt.
    - von Reinhard Mey -

    Mir jedenfalls fehlt meine Freiheit. Und ich habe Sorge, dass sie nicht mehr in der alten Form zurück kehrt. :/

  • #2

    Renate (Montag, 06 April 2020 15:10)

    Ich las schon mehrmals irgendwo den Satz : Wir überqueren die Brücke, wenn wir bei ihr angelangt sind.

    Ich denke, auch nach Corona wird uns unsere Intuition die wichtigen Dinge von jetzt in Erinnerung bringen, immer wieder.
    So sage ich es mir - und vieles gibts ja schriftlich :-)