7.4. - 15:00 - Wibbelwabbel

Heute habe ich Palatschinken gebacken. Dabei sind mir zwei Eier zu Boden gefallen, Gott sei Dank hatte ich noch zwei andere im Vorrat. Erika hat sich sofort auf de Eierschleim gestürzt. „Ein Wibbelwabbel“, hat sie gejubelt. Sie war so verzückt, dass ich es nicht übers Herz brachte, das glibbrige Zeug gleich wegzuwischen. Stattdessen habe ich ihn vorsichtig in eine Plastikwanne übersiedelt und Erikas Ärmel hochgekrempelt. Sie hat mehr als eine halbe Stunde lang gespielt, nein: im Eischleim geschwelgt. Es war herrlich, ihr zuzuschauen. Besonders schön war, dass ich das Gefühl des Schwelgens nachvollziehe konnte. Auch ich schwelge neuerdings: Im Auskosten des Mittagsschlafes. Im Ausdenken von Wochen-Menüplänen. In Träumen von einem Leben mit weniger Reisen und mehr Zeit mit meinem Kind. Ich beginne, mit meiner Zukunft zu spielen. Auch wenn sie noch ordentlich wibbelt und wabbelt. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Renate (Mittwoch, 08 April 2020 20:40)

    Schön !