7.4. - 8:30 - Innenhaus

Und doch miste ich aus. Nicht ganz absichtlich, eher unbewusst. Meine Seele ist das Haus, das sich Raum um Raum ordnet und leert. Begonnen hat es mit dem Eingangsbereich. Schon bald war mir klar, wen ich nun herein-, also nah an mich heranlassen will und wer fürs Erste draußen bleiben muss. Als nächstes hat sich mein inneres Büro sortiert. To-Do-Listen haben sich gelüftet: Was ist wirklich wichtig, was ist jetzt zu tun? Und was muss und darf – vielleicht für immer – von der Liste der Pflichten verschwinden? Im inneren Bad, dem Ort der täglichen Rituale, hat sich auch einiges sortiert. Vieles, was ich „täglich brauchte“, ist im Müll gelandet. Ein paar Rituale habe ich neu angeschafft, sie machen sich gut in meinem Seelenbad. Meine innere Küche, der Ort, wo es um meinen Bauch geht, war auch schon dran. Was will ich wirklich? Was nährt mich – und was schmeckt mir gar nicht? Hier bin ich um einiges klarer als vor der Seelenreinigung. In den Keller wollte ich lang nicht gehen, aber auch da habe ich schon ein paar Brocken entfernt, mehr werden noch folgen, ich weiß immerhin schon, was mich da noch erwartet. Räumen tut gut. Von mir aus kann es noch eine Zeitlang weitergehen. 

 


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