9.4. - 7:10 - Coronatest

Was die fortdauernde Grenzsperre für mich, meine Arbeit und mein Konto bedeutet, muss ich mir erst näher anschauen. Ich ahne Schreckliches. Ich ahne aber auch eine Chance. Ich habe mir immer schon gerne neue Arbeitsfelder erschlossen, bisher haben sie verlässlich zu einer Drängelei in meinem Kalender geführt, weil ich das Alte ja auch behalten wollte. Jetzt putzt Corona aus. Was den Wegfall von Terminen angeht, stelle ich fest: Um manches tut es mir nicht leid. Bei ein, zwei Terminen bin ich sogar froh, dass sie entfallen, weil sie mich reisebedingt an die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit gebracht hätten. Um andere Termine jedoch würde ich gern laut kreischen und mit Corona raufen. Da fühle ich mich gerade wie meine Tochter, wenn ich ihr ein Spielzeug wegnehmen will (soll heißen: einen Stein wieder in den Garten tragen oder ein uraltes, nie benutztes Stofftier ins Nachbarschaftszentrum bringen). Wieder einmal zeigt mir Corona, was mir wirklich wichtig ist. Und was die künftige Zu- oder Absage von Anfragen betrifft, werde ich einen Corona-Test einführen: Würde ich bitterlich um sie weinen, wenn sie abgesagt würden?

 

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