12.4. - 8:00 - Sonntagsabschiede

Vielleicht geht es heute wortlos weiter. Ich spiele seit gestern mit dem Gedanken, den Blog zu beenden. Vielleicht liegt es am Sonntag. Sonntag ist in meinen Seminaren immer der Abschiedstag. Donnerstag oder Freitag ist meist der Beginn, aufgeregt, tastend. Abends staunen wir, was schon alles geschehen und gelungen ist. Die Tage zwischen Anfang und Ende sind Eintauchtage, da gehen wir von der Leichtigkeit in die Hingabe, in die Auseinandersetzung mit Aufgaben, die gerade im rechten Maß fordern, in eine „Mühe, die sich lohnt“ (so nenne ich das). Da begleiten uns zwei Fragen: „Kannst Du Beispiele nennen?“ und „Wie war/ist das konkret?“ Wir tauchen ins Leben ein, baden im See des Erinnerten und Erlebten. Der Einstieg den See ist oft mit Zögern und Widerstand verbunden, aber wenn man einmal drin ist, schwimmt es sich herrlich. Samstagabend lesen wir einander vor. Und dann der Sonntag: Erntetag. Wir wissen nun, was wir können, und wir spielen mit dem Material. Lernen noch ein paar Zuckerstreusel-Techniken. Phantasie, Humor und Träumerei steht auf dem Programm. Natürlich noch ein Gruppenfoto. Natürlich noch die Frage: Wie kann es weitergehen, wann sehen wir uns wieder? Es gibt immer die Möglichkeit für ein Wiedersehen, immer einen nächsten Schritt. Aber es gibt eben auch den Abschied. Die Umarmungen. Das „Danke für alles“, das „Es war wunderschön.“ Und die Ruhe danach. Ich packe meine Sachen zusammen. Dann setze ich mich ins Café, schreibe auf, was in der Stille noch zu mir spricht, verfasse ein Resümee. Ich gehe zum Auto, tanke voll. Und mache mich, dankbar und erfüllt, auf den Weg in die andere Welt, die zu Hause heißt. 


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